Tag 16 gegen das Ende

Ich hasse Erinnerungen, die sich als Träume verkleiden und einen Nacht für Nacht heim suchen. Am meisten hasse ich den Teil mit der morgentlichen Routine. Wenn ich morgens gegen 6 aufwache, weil ich das Pech habe mein Zimme mit der Fensterausrichtung nach Osten zu haben. Wenn ich schließlich gegen die Sonne doch den Kürzeren ziehe und aufstehe, weil ich weiß, dass auf mich bereits eine Tasse heißen Kaffee wartet. Wenn ich, wie jedes mal, in der heimlichen Hoffnung die Küche betrette, ein mal der Erste dort zu sein und jedes mal außer einer einzigen Ausnahme, weil Crawford krank war, enttäuscht werde. Wenn ich ihn an seinem Platz hinter seiner Zeitung und mit seiner Tasse Kaffee vorfinde und seine Nerven aufs Neue auf die Probe stelle und irgendwann ein "Morgen, Schuldig" aus ihn rausbekomme.

Ich hasse diese Träume wirklich, ganz einfach weil ich immer noch jeden Morgen gegen 6 aufwache und meistens sogar immer noch aufstehe, allerdings nur um fest zu stellen, dass die Küche leer ist oder wie es in den vergangenen Tagen der Fall war - dass es keine Küche gibt, in die ich hingehen könnte, da ich in einem gameligen Hotelzimmer schlafe.

In Las Vegas nehm ich mir ein luxuriöseres Zimmer auch wenn es den Aufwand vermutlicht nicht wert wäre. Ein Zimmer ist ein Zimmer - hauptsache die Bettwäsche ist sauber. Aber ich hätte doch ganz gerne einen Fernseher mit mehr als 3 Sendern.

20.12.06 22:33

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