Tag 15 gegen das Ende

In Chicago war Crawford Schätzung und "Umfragen" nach nie gewesen und wenn, so ist er z.Z. nicht hier. Ich werd hier aber trotzdem noch ein paar Tage bleiben, vielleicht etwas Sightseeing machen... Aber wenn ich schon in den USA bin, sollte ich wohl bei Gelegenheit einen Abstecher nach Las Vegas machen. Mit meinen Finanzen steht es nicht gerade günstig, meine Gewinnchancen beim Kartenspiel dagegen sehr. Ich schätz sie auf 99,999999999999%. Nicht 100% weil ich mir den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass ich gegen Crawford spiele, offen halte. Man weiß ja nie... es sei dem, man heißt Brad Crawford.

19.12.06 23:12, kommentieren

Tag 14 gegen das Ende

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viel Scheiße die Menschen denken, wenn sie versuchen nicht zu denken... Ich habe jetzt den Umkreis von 30 Kilometer durch, aber warscheindlich werd ich nicht verhindern können einige Leute doppelt oder dreifach zu lesen. Das ist doch echt zum Kotzen! Mein Gedächnis ist wirklich nicht mehr so frisch... Aber nach den neusten Infos war Crawford nicht hier. Wunder! Was hatte ich auch erwartet? Was sollte Crawford auch in Chicago? Diese Stadt ist nicht sein Geschmack - meiner schon. Sie ist so beschissen genauso wie das ganze Land, dass es schon wieder herrlich ist hier zu sein. Persönlich fühl ich mich wirklich gleich etwas besser, wenn ich sehe, wie beschissen es der Helfte der Bevölkerung hier geht.

Aber bei dem Gelaber will ich natürlich nicht meinen hartneckigen Kommentator Yu vergessen. Also:

Tja, dann ist diese "Weiß auf Weiß" bzw. "Gelb auf Weiß" eben mein Pech. Ich denke, dass ich mit deinen Fehlern leben kann und bisher häufen sie sich nicht sonderlich.

Halbwegs hast du mich also verstanden? Gut. Und warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Ich wollte schon immer mal von mir in dritter Person sprechen, jetzt hatte ich die Gelegenheit. Ich fand's spaßig.

Ich hatte geschrieben, dass ich dir die Fragen nur bedingt beantworten kann. Das hat weniger mit wollen zu tun. Ich weiß noch nicht, was ich mache, wenn ich ihn finde. Außerdem finde ich Gedanken an die Zukunft Zeitverschwendung, zumal diese Aufgabe jemand anders erledigt. Die Zukunft ist immer eine Frage des "Wenn" und das ist in meinen Augen immer eine Gehirnspalterei.

Und Morphin, sprich meine Schmerztabletten, ist nicht so einfach in der Apotheke zu kriegen, meistens einfach weil sie das Zeug nicht auf Vorrat haben. Im schlimmsten Falle würde ich ja auf Heroin zurückgreifen (ich glaub das Zeug ist hier noch einfacher zu bekommen, als Morphin selbst. Wenn das nicht Ironie ist...), was ich aber ungerne tun würde. Schätze es reicht schon, dass ich n Raucher bin und langsam auch Tablettenabhängig werde, ich muss nicht auch noch zu einem Junkie mutieren... 

 

18.12.06 02:47, kommentieren

Tag 13 gegen das Ende

Bin heute mit der Suche fortgefahren - mein Kopf fühlt sich an, als ob er von eimem Dampfwalzer überfahren wurde. Vielleicht sollte ich mal bei Zeiten meine Suchmethode ändern. Aber eigentlich ist sie die effektivste. Meine Reichweite ist diese Stadt... eigentlich ist meine Reichweite Tokio, aber die Städte lassen sich in etwas vergleichen. Nur - sich durch die Gedanken der Leute hier durchzuarbeiten ist ne Scheißarbeit, vorallem wegen dem ganzen Multikulti. Ich spreche Englisch fließend, genauso wie Deutsch, Japanisch, was natürlich nicht heißt, dass ich andere Sprachen nicht verstehen kann. Gedanken haben eine eigene Sprachfrequenz und viele Menschen Denken sogar in Bildern, was das Verständnis oft erleichtert. Aber diese Frequenz zu verfolgen ist verdammt anstrengend!

1 Kommentar 17.12.06 21:16, kommentieren

Tag 12 gegen das Ende

Ich hasse diese Stadt jetzt schon. Hatte total vergessen, dass Amerikaner so laut sind. Crawford ist und bleibt wohl eine Ausnahme. Außerdem konnte ich ihn nie lesen, was auch gut so ist. Er hatte es mir mal erklärt, dass es verherrende Folgen haben könnte, wenn ich durch ihn in die Zunkunft blicken könnte. Mein Gehirn ist nicht dafür geschaffen und wird schon durch andere Dinge überreizt. Na ja, ich war nie an der ZUnkunft interessiert, allerdings an Crawfords Gedanken manchmal schon. Na jedenfalls wird es eine Scheiß Anstrengung sein, sich durch diesen Lärm zu suchen... Es würde mich schon arg wundern, wenn mir das was ich an Schmerztabletten mitgenommen habe, reichen würde.

Und Alola! Der ominöse Kommentarschreiber hatte sich wieder gemeldet. Langsam fange ich Gefallen daran zu finden.

Also, folgende Erkenntnisse:

Es ist nicht "Weiß auf Weiß", sondern "Gelb auf Weiß" und ich persönlich kann es durchaus lesen. Das hängt mit der Schrift im Blog zusammen, die ich ändern müsste. Ich seh aber nicht ein, warum ich das tun sollte. Das "Gelb auf Schwarz" gefällt mir nämlich.

Yu, natürlich habe ich einen Namen, wär traurig, wenn nicht, ne? Aber dir scheint man ja leicht eine Freude zu machen.

Zu deinen Fragen - wie ich das verloren habe, was ich nun suche und wie ich das anstellen will und was später damit anfangen.. Mh.. das sind keine schlechten Fragen, aber ich kann nur bedingt auf sie antworten.

Also:

Es war ein Mal ein Team - das hieß "Schwarz". Dieses Team bestand aus zwei Personen - aus Mastermind und der Person, die Mastermind sucht. Alles war prächtig, auch wenn Mastermind diese Person nicht recht ausstehen konnte, für so manche Eigenarten. Dann kam in das Team eine weitere Person und noch eine weitere Person und alles wurde noch prächtiger, auch wenn Mastermind auch diese Personen manchmal für ihre Eigenarten nicht ausstehen konnte. Die letzten Zwei starben, letztendlich weil Mastermind es so wollte. Die Schuld gab Mastermind aber der Person, die er nun sucht, welche nicht mit ihm streiten wollte und Mastermind gab, was er von ihr verlangte. Es stellt sich nur herraus, dass Mastermind immer noch unzufrieden war und besser vorher dran war, viel besser sogar. Der logische Schluss ist also zu den Prä-Zuständen zurückzukehren.

Was daraus wird... tja?

Das wär dann soweit die Geschichte von dem Mastermind. Kapiert? Ja? - wunderbar! Nein? - mach nichts, ich kapier's, auch nicht wirklich.

16.12.06 23:07, kommentieren

Tag 11 gegen das Ende

Bin müde vom Flug. Ich hasse es zu fliegen - man ist irgendwo in der Luft, ausgeliefert den Naturgewalten und ist gezwungen auf das Können des Piloten zu vertrauen. Vertrauen ist so ne Sache... Ich war nie gut darin.

Das Hotel ist schäbig - war zu faul mir was anständiges zu suchen. Chicago ist ein Drecksloch.

Ich brauch Alkohol. Eine Minibar gibt es nicht - Scheiße, so ein Dreck! Gut, dass ich mir Kippen mitgenommen habe.

2 Kommentare 15.12.06 00:27, kommentieren

Tag 10 gegen das Ende

"Ich packe meinen Koffer":

Ich nehme mit: zwei Berettas, Munition, Zahnbürste, Haarbürste, Schlaftabletten, Schmerztabletten, sechs T-Shirts, vier Hemden, drei Jeans, Pjyamahose, Unterwäsche, eine Stange Davidoff, Laptop.

Nicht vergessen: Flugticket, Geldbörse, Feuerzeug und den Ausweis von Wolf Schulz.

Noch 1h bis zum Flug.

Das Schmerzvolle: ich musste meinen Wagen verkaufen. Das war's dann - Japan, ade.

14.12.06 14:21, kommentieren

Tag 9 gegen das Ende

Ich habe entdekt, dass das hier jemand durchgelesen hat. Ach du Scheiße! Es gibt also tatsächlich Leute, die mit ihrer Zeit nichts sinnvolleres anzufangen wissen! Aber wer bin ich um das zu kritisieren? Ich werd wahrscheinlich die nächsten Monate durch die Welt gondeln, auf der Suche nach jemanden, von dem ich genau weiß, dass ich ihn an diesen Orten nicht finde. Warum mach ich das? Mh.. Nein, ich möchte darauf noch nicht Antworten, am liebsten gar nicht darüber nachdenken.

Frage: Wie lange kann/muss man Verdrängen bis man etwas vergisst?

Zurück zu dem ominösem Kommentarschreiber:

Yu-chan (interessante Nickwahl im Übrigen, PHAHA. Zufall? Parodie? Absicht? Ich nehm das Zweite - wär ein Schenkelklopfer)

Erstens - ich kann deinen Kommentar lesen. Gegen "Weiß auf Weiß" (irgendwie anstößig) kannt ich im Moment leider nichts unternehmen. Mit dem Technischen hab ich es nicht so und ich bin zu faul um heraus zu finden, wo man das umstellt.

Zu deinen Fragen. Mh.. Ja, was ist denn eigentlich genau passiert? Zu vieles um es treffend auf den Punkt zu bringen, wahrscheinlich. Aber ich versuch's. Sagen wir es mal so: Das, was man hat, lernt man erst zu schätzen, wenn man's verloren hat. Das ist mir passiert.

Aber deine Frage bringt mich auf einen Gedanken. Vielleicht sollte ich etwas tiefer greifen. Das hier dient ja quasi meiner Gedächnisstütze und einer Art Zeugnis meiner Existenz, denn rein formal wurde ich nie geboren. Ich hab nicht mal einen Nachnamen - ja, ja armselig. Aber wer braucht schon einen Nachnamen? Was sagt ein Nachname über einen aus? Na ja.. Also tiefer greifen, nur was heißt das? Soll ich erzählen wer ich bin? Bin zu faul für. Wer bin ich denn? Ich bin Schuldig. Was bin ich? - schuldig. So einfach scheint es zu sein. Feh...

Aber ich behalt den Gedanken trotzdem im Hinterkopf, vielleicht ist das ausbaufähig. Eventuell hilft es mir auch mein "rauma" zu überwinden - ein Psychologe würde das, was ich habe wohl so bezeichnen. Aber wie, glaub ich, bereits erwähnt - ich halte nicht viel von Psychologen.

Mh... Was war da noch? Das Land vor dem ich Angst habe? Wieso sollte ich dir das verraten? Angst ist eine Schwäche und in diesem Fall meine größte. "Schwächen werden ausradiert und nicht geduldet" - so in Etwa eins der Grundsätze Rosenkreuzs in verharmlosten Worten. Aber, na ja, bleib dran - irgendwann erfährst du es zwangsläufig.

PS: "Du" ist OK, ich hatte noch nie auf Formalitäten bestanden.

13.12.06 00:27, kommentieren